Unsere Jugendfeuerwehr


Das Jahr 2018 war für unsere Jugendwehr geprägt vom Übergang Richtung aktiver Wehr. Im November 2017 haben die letzten Jugendlichen die höchste Stufe des Wissenstests absolviert und somit die theoretischen Grundlagen des Feuerwehrdienstes gelegt. Entsprechend hatten wir Ende diesen Jahres keine Teilnehmer am jährlichen Wissenstest. Unsere vier Jugendlichen wurden jedoch immer mehr in die aktive Gruppe integriert. Der Älteste, mit seinen 17 Jahren und erfolgreich abgelegter MTA-Zwischenprüfung, war bereits fester Bestandteil der aktiven Wehr; zumindest bei den Übungen und kirchlichen Ereignissen. Für das Mitwirken im Einsatzfall werden wir seine Volljährigkeit noch abwarten müssen.


Die andern drei bauten wir Schritt für Schritt in den aktiven Dienst ein. Im März stellten sie sich als Statisten für eine Übung zur Verfügung. Sie spielten Verletzte bei einem Fahrradunfall und ließen sich daraufhin verarzten und betreuen. Da sie glücklicherweise, im Gegensatz zum gespielten Szenario, bei vollem Bewusstsein waren, nahmen sie hier bereits gute Eindrücke mit, was von ihren erwachsenen Kameraden abverlangt wird. Intensiviert wurde diese Erfahrung in einer groß angelegten überörtlichen Übung, als das ehemalige Gasthaus Regina in Flammen stand. Zusammen mit insgesamt 13 Kameraden aus anderen Jugendwehren, erlebten sie wie die Atemschutzträger sie aus den völlig vernebelten Kellerräumen retteten und anschließend dem Rettungsdienst übergaben.

Neben dem Feuerwehrdienst nahmen unsere Jungen auch immer mehr an öffentlichen Veranstaltungen zusammen mit ihren volljährigen Kameraden teil. Zum einen besuchten sie die kirchlichen Ereignisse, wie etwa die ewige Anbetung, den Florianstag, Fronleichnam oder den Volkstrauertag. Zum anderen liefen sie auch im Festzug der Gräfenberg Feuerwehr mit, anlässlich des 150-jährigen Gründungsjubiläums. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten klappte dann auch das Marschieren im Gleichschritt zur Blasmusik der verschiedenen Kapellen sehr gut.

Auch bei den Vereinsfesten waren unsere Jugendwehrler nicht nur als Besucher dabei, sondern übernahmen auch hier bestimmte Aufgaben. So halfen sie beispielsweise an unserem Grillfest beim Gelingen des Kinderprogramms mit. Die Kinder hatten die Möglichkeit sich alle als echte Feuerwehrmänner zu fühlen, zum Beispiel beim Löschen mit der Kübeslpritze. Das Einweisen der Kinder sowie der ständige Löschwassernachschub erfolgte dabei durch unsere Jugendlichen.

Unsere Jugendwehr nimmt bereits einen wichtigen Teil in unserer aktiven Wehr und unserem Verein ein. Für den letzten Schliff wird wohl 2019 gesorgt. Denn dann startet die modulare Truppausbildung auch für unsere drei Jungen. Diese Grundausbildung ist der Grundstein zum Ausüben des aktiven Dienstes. So hoffen wir, dass wir alle mit ihrem 18. Geburtstag in unsere aktive Wehr übernehmen können. Auf dem richtigen Weg befinden sie sich seit geraumer Zeit, jetzt muss er noch abgeschlossen werden.

24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr

 

Am 21.04.2017 versammelte sich unsere Jugendfeuerwehr zu einem ganz besonderen Erlebnis, zu einer 24-Stunden-Übung, die am Samstagabend mit einer Abschlusseinsatzübung und anschließendem Grillen endete. Übungen, Einsätze und Geselligkeit standen in diesen Stunden an. Hier ein ausführlicher Bericht mit vielen Bildern geschrieben von unserer Jugendwehr:

 

Die Jugendleiter der Freiwilligen Feuerwehr Wolfsberg haben für ihre Schützlinge eine Jugendübung über 24 Stunden veranstaltet, um diesen das Leben in der Feuerwehr zu veranschaulichen. Die Übung begann am Freitag, den 21. April 2017 um 17:00 Uhr und endete am 22. April um 19:00 Uhr. Das Schlafquartier und der Ort an dem sich die fünf Jugendlichen und ihre Betreuer aufhielten war das Feuerwehrhaus der FF Wolfsberg. Der erste Abend begann zunächst langsam im Feuerwehrhaus, wo man sich für die Nacht einrichtete. Diese scheinbare Ruhe wurde aber schnell durch den ersten Einsatz gestört. Die Jugendlichen erhielten die Nachricht, dass ein Baum am Promilleweg bei Dörfles umgestürzt war. Unter Leitung von Lukas Knorr, einem der fünf Jugendlichen, wurde der Einsatz erfolgreich abgeschlossen und alle begaben sich zurück zum Feuerwehrhaus.

Zurück im Hauptquartier stärkten sich alle Beteiligten mit Pizza. In der Feuerwehrjugend gibt es bereits eine Reihe von Abzeichen, die man sich erarbeiten kann. „Wissenstest“ ist hierbei ein wichtiges Stichwort. Bereits vier der fünf Jugendlichen haben die vierte und auch letzte Stufe des Wissentests erreicht. Nach dem Essen gingen sie den Test des aktuellen Jahres durch. Auch hier wurden sie durch einen Einsatz unterbrochen. Dieses Mal hieß die Einsatzbeschreibung „Ölspur in Untertrubach“. Eine 60m lange Ölspur zierte hier die Straße. Unter der Leitung von Lukas Häfner konnte die Feuerwehr nach 1,5 stündiger Arbeit mit gutem Gewissen abrücken. Von jetzt an konnte sich die Jugendfeuerwehr entspannen. Mit Brettspielen und einer Folge „Werner“ konnten Betreuer und Jugendliche den Abend gut ausklingen lassen. 

Um 6:00 Uhr morgens ertönte dann plötzlich die Sirene. Einige Jugendliche waren bereits wach und schon an der frischen Luft gewesen, während andere noch verschlafen in ihren Schlafsäcken lagen. Nach Überwindung der Morgenmüdigkeit konnten die sieben Anwesenden rechtzeitig ausrücken. Der Gruppenführer Jonas Knorr bekam als Einsatzbefehl „Mülleimerbrand an einem Spielplatz in Wolfsberg“. Innerhalb von 10 Minuten konnten sich die Feuerwehrler auf den Rückweg zum Feuerwehrhaus machen. Nach einem ausgiebigen Frühstück gab es eine Unterrichtsstunde bei unserem zuständigen Kreisbrandmeister auf dem Gebiet Erste Hilfe.

Bei der 24 Stunden Übung geht es auch darum, dass die Jugendlichen selbständiger werden; hierzu gehört auch das Aufräumen, vor allem das Abspülen. Die Feuerwehranwärter zeigten vollen Einsatz als es darum ging das Gelände rund um das Feuerwehrhaus zu reinigen. Ein Teil säuberte das Tor der Fahrzeughalle, während der andere Teil die Terrasse reinigte. Auch Essen kochen fördert die Selbstständigkeit. Also kochten die Jugendlichen mit Hilfe der Betreuer Spaghetti Bolognese zu Mittag.

Nach dem Essen ging die Sirene erneut. Gruppenführer Fabian Knorr schickte seine Mannschaft aufgrund der Einsatzbeschreibung „Kirchenbrand in Untertrubach“ zur St. Felicitas Kirche. Nach ein paar Minuten stellte sich heraus, dass das Ganze nur ein Fehlalarm war. Zwei Kirchenbeauftragte probierten nur den neuen Weihrauch aus. Als die Mannschaft dann zurück ins Feuerwehrhaus kam, beschlossen sie die Fahrzeughalle herauszukehren. Plötzlich hielt das Feuerwehrauto unserer Kameraden aus Obertrubach, in welchem nur der Kommandant saß. Nach kurzen Gesprächen erfuhren unsere Betreuer, die in der aktiven Wehr tätig sind, dass es ein Einsatz auf unserem Gebiet war. Nach kurzer Zeit ging dann auch schon die Sirene unserer Feuerwehr und dieses Mal war das Ganze keine inszenierte Situation unserer Betreuer. Die Aktiven der FF Wolfsberg kamen schnell, aber der Einsatz war bereits von der Leitstelle zurückgenommen worden. Die Aktiven gingen wieder nach Hause und die Jugend setze ihre Arbeit fort.

Als diese dann abgeschlossen war, übten die Fleißigen das Kuppeln, was ein wichtiger Bestandteil des Löschaufbaus ist .Während eines Kartenspiels im Feuerwehrhaus ertönte die Sirene zum fünften Mal während der 24 Stunden Übung. Der letzte verbleibende Gruppenführer Jonas Häfner hatte bei diesem Einsatz das Kommando. Hierbei lautete der Einsatzbefehl „Vermisste Person am Zehnerstein in Wolfsberg“. Nach nur einer Minute entdeckte ein Trupp am Hang eine geschockte Person mit Kopfverletzung an einem Baum lehnend. Aufgrund einer Fußverletzung musste die Person mit Hilfe eines Tragetuches geborgen werden. Auch dieser Einsatz verlief hervorragend.

Eine Stunde später ging die Sirene das letzte Mal. Jonas Häfner hatte erneut die Leitung. Die Beschreibung lautete: „Wiesenbrand in der Sorg“. Als alle am Einsatzort ankamen, brannte ein Holzhaufen. Nach guter Leistung der Mannschaft war das Feuer nach einer halben Stunde gelöscht. Am Feuerwehrhaus stellten die Jugendlichen den alten Zustand wieder her, sodass die Aktiven im nächsten Einsatz keine Probleme bekommen. Mit gegrilltem Essen wurde die Übung dann um 19:00 Uhr offiziell beendet.

 

Die Jugendfeuerwehr bedankt sich ganz herzlich bei ihren Betreuern:
Philipp Häfner, Daniel Häfner, Dominik Dresel, Andreas Birkmann und Christian Völkel;
beim KBM Marc Maier, beim Kommandanten Andreas Kirsch und bei allen Mitwirkenden.

 

Interesse am Eintritt?

 

Hast du Lust Teil der Jugendfeuerwehr Wolfsberg zu werden? Neben der Ausbildung zum Feuerwehrmann/zur Feuerwehrfrau erwartet dich auch viel Spaß und gemeinsame Ausflüge.
Kommt doch einfach bei der nächsten Jugendübung vorbei oder holt euch weitere Informationen bei unseren beiden Jugendwarten ein.

Nutzt dazu einfach folgendes Kontaktformular, um von den Jugendwarten unverbindliche Informationen zu bekommen:

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