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24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr

 

Am 21.04.2017 versammelte sich unsere Jugendfeuerwehr zu einem ganz besonderen Erlebnis, zu einer 24-Stunden-Übung, die am Samstagabend mit einer Abschlusseinsatzübung und anschließendem Grillen endete. Übungen, Einsätze und Geselligkeit standen in diesen Stunden an. Hier ein ausführlicher Bericht mit vielen Bildern geschrieben von unserer Jugendwehr:

 

Die Jugendleiter der Freiwilligen Feuerwehr Wolfsberg haben für ihre Schützlinge eine Jugendübung über 24 Stunden veranstaltet, um diesen das Leben in der Feuerwehr zu veranschaulichen. Die Übung begann am Freitag, den 21. April 2017 um 17:00 Uhr und endete am 22. April um 19:00 Uhr. Das Schlafquartier und der Ort an dem sich die fünf Jugendlichen und ihre Betreuer aufhielten war das Feuerwehrhaus der FF Wolfsberg. Der erste Abend begann zunächst langsam im Feuerwehrhaus, wo man sich für die Nacht einrichtete. Diese scheinbare Ruhe wurde aber schnell durch den ersten Einsatz gestört. Die Jugendlichen erhielten die Nachricht, dass ein Baum am Promilleweg bei Dörfles umgestürzt war. Unter Leitung von Lukas Knorr, einem der fünf Jugendlichen, wurde der Einsatz erfolgreich abgeschlossen und alle begaben sich zurück zum Feuerwehrhaus.

Zurück im Hauptquartier stärkten sich alle Beteiligten mit Pizza. In der Feuerwehrjugend gibt es bereits eine Reihe von Abzeichen, die man sich erarbeiten kann. „Wissenstest“ ist hierbei ein wichtiges Stichwort. Bereits vier der fünf Jugendlichen haben die vierte und auch letzte Stufe des Wissentests erreicht. Nach dem Essen gingen sie den Test des aktuellen Jahres durch. Auch hier wurden sie durch einen Einsatz unterbrochen. Dieses Mal hieß die Einsatzbeschreibung „Ölspur in Untertrubach“. Eine 60m lange Ölspur zierte hier die Straße. Unter der Leitung von Lukas Häfner konnte die Feuerwehr nach 1,5 stündiger Arbeit mit gutem Gewissen abrücken. Von jetzt an konnte sich die Jugendfeuerwehr entspannen. Mit Brettspielen und einer Folge „Werner“ konnten Betreuer und Jugendliche den Abend gut ausklingen lassen. 

Um 6:00 Uhr morgens ertönte dann plötzlich die Sirene. Einige Jugendliche waren bereits wach und schon an der frischen Luft gewesen, während andere noch verschlafen in ihren Schlafsäcken lagen. Nach Überwindung der Morgenmüdigkeit konnten die sieben Anwesenden rechtzeitig ausrücken. Der Gruppenführer Jonas Knorr bekam als Einsatzbefehl „Mülleimerbrand an einem Spielplatz in Wolfsberg“. Innerhalb von 10 Minuten konnten sich die Feuerwehrler auf den Rückweg zum Feuerwehrhaus machen. Nach einem ausgiebigen Frühstück gab es eine Unterrichtsstunde bei unserem zuständigen Kreisbrandmeister auf dem Gebiet Erste Hilfe.

Bei der 24 Stunden Übung geht es auch darum, dass die Jugendlichen selbständiger werden; hierzu gehört auch das Aufräumen, vor allem das Abspülen. Die Feuerwehranwärter zeigten vollen Einsatz als es darum ging das Gelände rund um das Feuerwehrhaus zu reinigen. Ein Teil säuberte das Tor der Fahrzeughalle, während der andere Teil die Terrasse reinigte. Auch Essen kochen fördert die Selbstständigkeit. Also kochten die Jugendlichen mit Hilfe der Betreuer Spaghetti Bolognese zu Mittag.

Nach dem Essen ging die Sirene erneut. Gruppenführer Fabian Knorr schickte seine Mannschaft aufgrund der Einsatzbeschreibung „Kirchenbrand in Untertrubach“ zur St. Felicitas Kirche. Nach ein paar Minuten stellte sich heraus, dass das Ganze nur ein Fehlalarm war. Zwei Kirchenbeauftragte probierten nur den neuen Weihrauch aus. Als die Mannschaft dann zurück ins Feuerwehrhaus kam, beschlossen sie die Fahrzeughalle herauszukehren. Plötzlich hielt das Feuerwehrauto unserer Kameraden aus Obertrubach, in welchem nur der Kommandant saß. Nach kurzen Gesprächen erfuhren unsere Betreuer, die in der aktiven Wehr tätig sind, dass es ein Einsatz auf unserem Gebiet war. Nach kurzer Zeit ging dann auch schon die Sirene unserer Feuerwehr und dieses Mal war das Ganze keine inszenierte Situation unserer Betreuer. Die Aktiven der FF Wolfsberg kamen schnell, aber der Einsatz war bereits von der Leitstelle zurückgenommen worden. Die Aktiven gingen wieder nach Hause und die Jugend setze ihre Arbeit fort.

Als diese dann abgeschlossen war, übten die Fleißigen das Kuppeln, was ein wichtiger Bestandteil des Löschaufbaus ist .Während eines Kartenspiels im Feuerwehrhaus ertönte die Sirene zum fünften Mal während der 24 Stunden Übung. Der letzte verbleibende Gruppenführer Jonas Häfner hatte bei diesem Einsatz das Kommando. Hierbei lautete der Einsatzbefehl „Vermisste Person am Zehnerstein in Wolfsberg“. Nach nur einer Minute entdeckte ein Trupp am Hang eine geschockte Person mit Kopfverletzung an einem Baum lehnend. Aufgrund einer Fußverletzung musste die Person mit Hilfe eines Tragetuches geborgen werden. Auch dieser Einsatz verlief hervorragend.

Eine Stunde später ging die Sirene das letzte Mal. Jonas Häfner hatte erneut die Leitung. Die Beschreibung lautete: „Wiesenbrand in der Sorg“. Als alle am Einsatzort ankamen, brannte ein Holzhaufen. Nach guter Leistung der Mannschaft war das Feuer nach einer halben Stunde gelöscht. Am Feuerwehrhaus stellten die Jugendlichen den alten Zustand wieder her, sodass die Aktiven im nächsten Einsatz keine Probleme bekommen. Mit gegrilltem Essen wurde die Übung dann um 19:00 Uhr offiziell beendet.

 

Die Jugendfeuerwehr bedankt sich ganz herzlich bei ihren Betreuern:
Philipp Häfner, Daniel Häfner, Dominik Dresel, Andreas Birkmann und Christian Völkel;
beim KBM Marc Maier, beim Kommandanten Andreas Kirsch und bei allen Mitwirkenden.

 

Wissenstest 2017

 

Am Ende des Jahres steht in der Jugendwehr traditionell der Wissenstest an. Nachdem vier unserer fünf Jugendlichen bereits im letzten Jahr die vierte und letzte Stufe abgelegt haben, blieb im Jahr 2017 nur noch eine Person der aktuellen Jugendgruppe übrig, um den Wissenstest komplett abzuschließen. Zusammen mit den Obertrubacher Kameraden bereitete sich Lukas Häfner auf das Thema „Unfallverhütung in der Jugendfeuerwehr – Persönliche Schutzausrüstung und Dienstkleidung“ vor. So wurde Wissen vermittelt, wie Unfälle vermieden werden können, welche Schutzausrüstungen den Jugendlichen und den Aktiven zur Verfügung stehen und welche festen und veränderlichen Funktionsabzeichen die Feuerwehrler an der Ausrüstung tragen, damit sie zum Beispiel im Einsatz sofort als Einsatzleiter oder Gruppenführer erkannt werden.

Am Freitag, den 10.11.2017 war dann der Tag der Abnahme. Kreisjugendwart Christian Wolfrum begrüßte die Jugendlichen und die anwesenden Jugendwarte und Kommandanten aus Obertrubach und Wolfsberg und teilte danach gleich die Fragebögen aus, die alle 6 Teilnehmer ausfüllen mussten. Im Anschluss musste auch das praktische Wissen unter Beweis gestellt werden. Dazu mussten die Funktionszeichen und die verschiedenen Schutzausrüstungen richtig zugeordnet werden.

Nachdem alle Anforderungen an die Jugendlichen ausgewertet wurden und unser KBM Marc Maier sich bei den Jugendlichen für ihre Teilnahme bedankt hatte, konnte der Kreisjugendwart verkünden, dass alle den Wissenstest bestanden haben. Lukas Häfner wurde dabei eine Auszeichnung in Form einer Urkunde überreicht. Somit ist nun die komplette Jugendgruppe der FFW Wolfsberg fertig mit allen Stufen des Wissenstestes und der Weg Richtung Aktive Wehr geebnet. Wie immer bei Jugendveranstaltungen fand der Abend seinen gemütlichen Ausklang beim gemeinsamen Pizza-Essen.