Übungen der Feuerwehr Wolfsberg 2026

 

26.01.2026, 19:30 Uhr Aktivenversammlung
zum Bericht
23.02.2026, 19:30 Uhr Knoten und Stiche
zum Bericht
März/April Übungen zur Leistungsprüfung
18.04.2026 Leistungsprüfung
zum Bericht
04.05.2026, 19:30 Uhr Vorgehen Verkehrsunfall
zum Bericht
22.06.2026, 19:30 Uhr Gerätekunde Motorsäge/Waldunfall
zum Bericht
27.07.2026, 19:30 Uhr Gerätekunde: Kleinlöschgeräte
zum Bericht
03.08.2026, 18:30 Uhr Vegetationsbrand-Bekämpfung – Pumpfässer
zum Bericht
29.09.2026, 19:30 Uhr Digitalfunk
12.10.2026, 19:30 Uhr Winterschulung: Vegetationsbrand-Bekämpfung
09.11.2026, 19:30 Uhr Erste Hilfe – praktische Übungen

 

Aktivenversammlung

Drei Tage später als geplant starteten wir ins neue Übungsjahr, da am Montag, den 26.01.2026 bei Dauerschneefall das Beseitigen der Schneemassen am Gerätehaus höhere Priorität hatte. So begrüßte Kommandant Häfner am Donnerstag alle Anwesenden zur Aktivenversammlung, die traditionell den Beginn des Übungsjahres markiert. In seinem Rückblick ging er auf die Zusammensetzung der aktiven Wehr inklusive der zuletzt durchgeführten Lehrgänge ein und rief auch die Inhalte der Übungen im vergangenen Jahr in Erinnerung. Anschließend war die neue Brandmeldeanlage in Hundsdorf Thema, bevor der Ausblick folgte. Hier ging es in erster Linie um unser neues Gerätehaus, das neue Fahrzeug und die Neuanschaffungen über die Jahresbestellung. Danach setzten wir die anstehende Leistungsprüfung und generell den Jahresübungsplan in den Fokus. Nach kleinen Anpassungen am ausgearbeiteten Vorschlag folgten noch allgemeine Infos und Merkpunkte bevor der Abend beim gemütlichen Beisammensein endete.

Knoten und Stiche

Die Übung am 23.02.2026 lieferte bereits einen Vorgeschmack auf die im April stattfindende Leistungsprüfung. Das Thema war nämlich Knoten und Stiche, die einen nicht unwesentlichen Teil der Prüfung darstellen. Die beiden Kommandanten machten der Mannschaft zunächst alle relevanten Knöten einmal vor und riefen so unter anderem, den Mastwurf oder den Spierenstich wieder in Erinnerung. Anschließend formierten sich alle Teilnehmer in Zweier-Gruppen und übten die insgesamt fünf verschiedenen Knöten mehrmals durch. Wenngleich nicht alle Handgriffe auf Anhieb klappten, konnte sich die Mannschaft die sichere Anwendung der Knöten durch diese Übung wieder aneignen und ist somit nicht nur für die Leistungsprüfung wieder bestens gerüstet. 

Vorgehen Verkehrsunfall

Nach den Übungen zur Leistungsprüfung im März und April fand am 04.05.2026 die nächste Übung für die komplette Mannschaft statt. Am Vorplatz des Wasserhauses stand bereits ein zu verschrottendes Auto bereit, passend zum Thema der Übung „Vorgehen bei einem Verkehrsunfall“. Nachdem wir unser TSF hinter dem Auto, das angenommen gegen einen Baum gefahren ist, aufgestellt hatten, nahmen wir zunächst die Verkehrsabsicherung vor. Dazu stellte der Gerätewart eine Neuanschaffung vor: Orange-blinkende Ringe, die auf den Verkehrsleitkegeln angebracht werden und entsprechend dem Zeitpunkt der Entnahme nacheinander erleuchten und somit die Verkehrsführung vorgeben. Anschließend wurde das Unfall-Auto mit unseren Mitteln gesichert, die wir auf dem TSF dabeihaben. Das heißt Schläuche dienten dem Unterbau des stehenden Autos, Leitern und Spanngurte der Stabilisierung des auf der Seite liegenden Autos, sodass ein Aktiver sicher ins Fahrzeuginnere zur eingeklemmten Person vorrücken konnte. Dazu musste aber erst die Heckscheibe mittels Nothammer zertrümmert werden und der Auto-Innenraum vergrößert werden, indem die Hutablage entfernt wurde und die Rücksitzbank umgeklappt wurde. Parallel dazu wurde auch der Brandschutz sichergestellt und das Vorgehen simuliert, wenn es aus der Motorhaube qualmt. Die eingeklemmte Person wurde in Form eines Ersatzrades dargestellt, der nach hinten über die Heckscheibe aus dem Auto befreit wurde. So wurde wieder eindrucksvoll vor Augen geführt, was wir mit unseren einfachen Möglichkeiten auf dem TSF bereits an Vorarbeit leisten können, bevor der Rettungsdienst und die größeren Wehren mit Rettungsscheren an der Unfallstelle eintreffen.

Gerätekunde Motorsäge

Am 22.06. beschäftigten wir uns mit der Motorsäge, die immer wieder bei Sturmschäden und Schneebruch zum Einsatz kommt. Dazu fuhren wir nach Untertrubach, wo ein Baum entwurzelt neben der Bergauffahrt lag. Kommandant Häfner erläuterte zunächst die Sicherheitseinrichtungen der Säge und anschließend theoretische Grundsätze und Schnitttechniken. Unterstützt wurde er dabei von erfahrenen Waldarbeitern, die ihr Wissen an die Mannschaft weitergaben; vor allem von unserem Ehrenkommandanten, der mit seinem Traktor vor Ort war. Nach der Einführung ging es nun an die Praxis. Der erste Schnitt sorgte dafür die Spannung vom Baum zu nehmen, der noch zu einem Teil an seiner Wurzel hing. Nachdem die Äste entfernt wurden, konnte er mit dem Traktor auf den Feldweg gezogen werden, wo die Mannschaft weitere Schnitte üben konnte. Die Nachbesprechung und der Abschluss der Übung fand im Hof des Ehrenkommandanten statt, bevor wir wieder ins Gerätehaus zurückfuhren.

Gerätekunde Kleinlöschgeräte

Die Juliübung stand unter dem Thema „Kleinlöschgeräte“. Da in Untertrubach das Johannisfeuer Ende Juni aufgrund der Hitze nicht angezündet werden konnte, fanden wir noch reichlich Brennmaterial, um immer wieder aufs Neue eine kleine Feuerschale zu Übungszwecken anzuzünden. Während die erste Runde vorbereitet wurde, rief stellvertretender Kommandant Kirsch die verschiedenen Feuerlöscher-Arten, die Brandklassen sowie die Einsatzgrundsätze beim Vorgehen mit Feuerlöschern in Erinnerung. Danach ging es ans praktische Üben, da uns glücklicherweise einige alte Löscher zur Verfügung standen, die wir bedenkenlos verwenden konnten. Sicherung entfernen, Knopf drücken und dann den Schlauch Richtung Feuer halten und den Löschschaum in kurzen Schüben zielgerichtet ausbringen. Das stand nun für alle Aktiven an, sowohl mit kleinen Löschern, die man im Auto dabeihat, aber auch mit den größeren, die in Gebäuden hängen. Nicht nur unsere Mannschaft, sondern auch ein Passant mit seinen Kindern konnte so mehrmals den Umgang mit dem Feuerlöscher üben, damit es im Ernstfall kein Neuland ist. Im Anschluss an die Nachbesprechung rückten wir ins Gerätehaus zurück und beendeten die Übung.

Vegetationsbrandbekämpfung – Pumpfässer

Am 03.08.2026 widmeten wir uns einem ganz aktuellen Thema: Vegetationsbrandbekämpfung. Während in den Nachrichten von Waldbränden in Südeuropa berichtet wird und auch unser Sommer sehr trocken ausfällt, stellten wir die Pumpfässer zweier Kameraden aus Sorg und Hundsdorf in den Mittelpunkt, um im Bedarfsfall zusätzliches Löschwasser zur Verfügung zu haben. Diese Übung führten wir zusammen mit den Kameraden aus Geschwand durch, sodass wir neben den zwei Pumpfässern auch zwei Feuerwehrfahrzeuge am Übungsort in Wolfsberg an der Trubach hatten. Nach einer kurzen theoretischen Hinführung durch Kommandant Häfner, lag nun der Schwerpunkt auf dem Befüllen und Entleeren der beiden Fässer unterstützt durch die Feuerwehrpumpen. 3000 Liter Fassungsvermögen besitzt jedes Pumpfass. Auch wenn es durch die externe Unterstützung schneller befüllt war als durch die integrierte Saugfunktion, stellte sich doch heraus, dass im Ernstfall eine Zwischenstation durch einen Faltbehälter sinnvoller ist. Ebenso bei der Entnahme kämpften zwei verschiedene Systeme gegeneinander, sodass wir diese nicht wieder kombinieren werden. Dieser Erkenntnisgewinn sowie weitere Punkte stellten anschließend den Inhalt der Nachbesprechung dar. Nach dem gemeinsamen Üben und Abbauen folgte nun eine gemeinsame Einkehr beim Stangl-Wirt in Hundsdorf, wo der Tag sein Ende fand.